Homeoffice-Pflicht seit dem 24.11.2021

Was bedeutet das neue Infektionsschutzgesetz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

23.11.2021, elhü
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Durch die erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes sind Arbeitgeber vom 24.11.2021 an wieder verpflichtet, Beschäftigten im Falle der Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten die Möglichkeit anzubieten, im Homeoffice zu arbeiten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegensprechen. Aus diesem Gesetz ergibt sich aber wohl kein einklagbarer individueller Anspruch der Beschäftigten auf einen Homeoffice-Arbeitsplatz.

Beschäftigte sind ebenfalls verpflichtet, das Homeoffice-Angebot ihres Arbeitgebers anzunehmen, sobald ihrerseits keine Gründe entgegenstehen, also das Arbeiten von Zuhause aus möglich ist. Gründe der Beschäftigten können etwa eine fehlende technische Ausstattung, räumliche Enge oder störende Dritte, sein. Die Regelung ist befristest bis zum 19.03.2022.

Gibt es einen Anspruch auf Homeoffice?

Aktuell gibt es keinen gesetzlichen, einklagbaren Anspruch auf Homeoffice. Ein Anspruch kann sich allerdings aus einer individuellen Vereinbarung, Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag ergeben.

Kann der Arbeitgeber mich durch das Direktionsrecht ins Homeoffice schicken und auch wieder aus dem Homeoffice holen?

Generell gilt: Beschäftigte sind grundsätzlich nicht verpflichtet, im Homeoffice zu arbeiten oder die Einrichtung eines Homeoffice-Arbeitsplatzes durch den Arbeitgeber zu dulden.

Anders sieht es allerdings aus, wenn Arbeitgeber oder Beschäftigte bereits eine Vereinbarung zum Homeoffice getroffen haben. Hierin kann einerseits ein Anspruch von Beschäftigten auf das Arbeiten im Homeoffice begründet sein. Andererseits kann eine solche Vereinbarung auch die Grundlage für ein einseitiges Anweisen von Homeoffice durch den Arbeitgeber darstellen. Um Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber vorzubeugen, kann es hilfreich sein, die Wochentage, an denen von Zuhause aus gearbeitet wird, konkret zu vereinbaren. Denn Beschäftigte können nicht einseitig bestimmen, wann sie im Homeoffice arbeiten. Sollte es hier zu Problemen hinsichtlich der Reichweite der Vereinbarung kommen, empfehlen wir Ihnen, sich rechtlichen Rat bei der Arbeitnehmerkammer einzuholen.

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